Deutsche
Meisterschaft Männer
u 17 in Bielefeld
Als
erfolgreich kann man das Abschneiden der Baden - Württembergischen
Qualifizierten bei der in Bielefeld ausgetragenen DEM Männer u 17 bezeichnen.
Vor allem vor dem Hintergrund, das
1. die Kaderdecke im Jahrgang 1987 (Endjahrgang) nicht sehr groß ist, 2.
bei der Süddeutschen in Horb einige unserer Athleten schon gegen starke
bayrische Konkurrenz
verloren und sich dann in der Trostrunde gegenseitig aus dem Rennen
warfen und 3. im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften vier Kämpfer krank im
Bett lagen. Unter
Anderen auch die späteren beiden Medaillengewinner Timo Singvogel und Thomas
Beck.
-
42 kg
erreichte Kevin Ziegelmüller von der Sportschule Kustusch einen
hervorragenden zweiten Platz. Nach zwei Ippon - Siegen, ein
taktischer Arbeitssieg (Koka) gegen Lenk aus Sachsen - Anhalt. Um den
Einzug ins Finale dann ein konsequenter Übergang vom Stand zum Boden und Ippon
für Würgegriff gegen Schäle aus Brandenburg, den er schon vorher durch seine
schnelle aggressive Kampfesweise klar beherrschte . Im Finale dann eine
Niederlage gegen Reiter aus Bayern nach einem mißlungenem Sumi - Gaeshi Ansatz.
Garlef
Eder aus Karlsruhe, noch ein Jahr jünger als Kevin, kämpfte ebenfalls ein
starkes Turnier. Mit drei Siegen kämpfte er sich bis zum Einzug um das Finale
vor. Dort verlor er gegen den späteren Deutschen Meister durch O-Soto-Gari. Um
Platz drei mußte er sich einem weiteren Kämpfer aus Bayern durch Haltegriff
geschlagen geben. Sein
sehr guter fünfter Platz, als u 15 Kämpfer, sollte ihm Selbstvertrauen
für die nächsten Wettkämpfe geben.
-46
kg konnte mit Kürsad Tetik aus Züttlingen ebenfalls ein Kämpfer aus Ba-Wü
ins Finale vordringen. Nachdem er sich im ersten Kampf (Koka-Sieg) noch schwer
tat, kam er immer besser ins Rennen und steigerte sich von Kampf zu Kampf. Auch
schwierige Situationen (Golden Score im Viertelfinale) meisterte er bravourös.
Den Einzug ins Finale erreichte er durch Ippon mit einer Eindrehtechnik kurz vor
Kampfende, aber schon in Führung liegend. Im Finale war Gillessen aus Bayern an
diesem Tag
noch der Bessere. Kürsad fand nicht genug Mittel um die Waza-ari -
Niederlage abzuwenden, erreichte aber den größten Erfolg seiner Judolaufbahn.
-50
kg holte Timo Singvogel aus Sindelfingen, trotz noch nicht ganz wieder 100 % fit
nach einer Grippe, seinen ersten Deutschen Meistertitel, nachdem er in den
letzten Jahren 2. und 5. geworden war. Nach einem schnellen Ippon - Sieg wartete
mit Fleischer aus Leipzig schon im zweiten Kampf einer der Mitfavoriten. Mit
mehreren Wertungen konnte er ihn nach 3.30 min besiegen. Eine Schrecksekunde gab
es im Kampf um den Einzug ins finale, als Timo sicher in Führung liegend
Waza-ari für Ippon-Seoi Nage abgab. Er ließ sich davon aber ebenso wenig
beeindrucken, wie von einem Yuko - Rückstand im Finale gegen Vits aus NRW. Erst
glich er durch Bestrafungen das Resultat aus, um dann mit Uchi-Mata den Titel
nach Württemberg zu holen.
-55
kg erreichte Jens Walser aus Nürtingen einen sehr guten dritten Platz. Nach
drei Siegen ( davon einmal im Golden Score), eine Niederlage um den Einzug ins
Finale. Um den dritten Platz dann machte es Jens richtig spannend. Erst sehr gut
beginnend, gab er nach einer Unachtsamkeit, Yuko für Seoi-Nage ab. Dann lief er
den ganzen Kampf dem Rückstand hinterher. Schon fast nicht mehr für möglich
gehalten warf er 4 Sekunden vor Schluß eine seiner Spezialtechniken
- Sumi - Gaeshi genau am Mattenrand und bekam mit dem Schlußgong Ippon
und die Bronzemedaille.
-66
kg Thomas Beck von der TSG Backnang kämpfte sich mit drei Ippon - Siegen bis
zum Einzug ins Finale durch. Hier traf er auf Hinzepeter aus Bayern, den er mit
Yuko bezwingen konnte. Im Finale versuchte er den favorisierten Schöneburg aus
Potsdam von Anfang an unter Druck zu setzen, was ihm auch phasenweise gelang.
Dann siegte die größere Erfahrung, Carl Schöneburg konterte einen O-Uchi-Gari
Ansatz von Thomas und erhielt Ippon. Nur zwei jüngere Jahrgänge schafften es
in der Gewichtsklasse bis 66 kg unter die ersten Sieben, Thomas sogar bis ins
Finale der Deutschen Meisterschaft.
Bei
Helmut Blank aus Mannheim, jetzt Jukadio Heidelberg, wurde es leider "nur
" der undankbare fünfte Platz. Nach zwei Siegen mit Ippon, ließ er sich
vom späteren Deutschen Meister Schöneburg überraschen und verlor durch
Tai-Otoshi. Nach zwei Siegen in der Trostrunde verlor er denkbar knapp mit Koka
-Unterschied um Platz drei gegen Hinzepeter aus Bayern.
Nicht
platzieren konnten sich Jonas Mack (50 kg), Röper (55 kg), Szameitat (60 kg),
Sold (73 kg), Dräger (81 kg), Mareis (81 kg), Benz ( 90 kg) und Sascha
Grossmann ( 73 kg der als jüngerer Jahrgang drei Kämpfe gewann ! und zwei Mal
verlor)
Mirko
Grosche