Sichtungsturnier / Vielseitigkeitswettkampf Männer u 15 Baden -Württemberg
19.07. 2003 ausgerichtet von der TSG
Backnang
Nun
ist es schon Tradition geworden. Kurz vor den großen Ferien treffen sich die
besten Judoka des Altersbereiches Männer u 15 zu
einem Sichtungsturnier mit Judowettkampf, Techniküberprüfung und
allgemeinen vorwiegend konditionellen
Tests.
Wie
schon in den Jahren zuvor gab es, Dank des bewährten Organisations - Teams der
TSG Backnang, stellvertretend seien Jan Scheuing,
Jens Holderle und Jan Schmidt genannt,
einen zügigen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Auch dem Küchen -Team
herzlichen
Dank für die tollen Spaghetti, genau die richtige Mahlzeit nach den vielen
Überprüfungen am Vormittag. Ebenfalls Dank an die Trainer
und Eltern der Vereine, welche uns tatkräftig an den Stationen oder auf der
Judomatte unterstützt haben.
Nach
dem Mittagessen erfuhren die Athleten die Normwerte jeder einzelnen Disziplin
und hatten die Möglichkeit nochmals ihre Ergebnisse
nachzulesen. So konnten sie sich ein gutes Bild der erbrachten Leistung machen.
Die Landestrainer P. Tosseng und J. Schmidt sowie der
Fördergruppen.- und Vereinstrainer S.
Kaffenberger werteten die Leistungen bei der Techniküberprüfung aus und gaben
wertvolle Tips
für das Heimtraining.
Obwohl
nicht so viele Athleten wie im Vorjahr volle Punktzahl bzw. nur einen fehlenden
Punkt bei der Techniküberprüfung vorweisen konnten,
war das Gesamtniveau aller Teilnehmer nicht schlechter, eher etwas besser als
im letzten Jahr.
Bei
den allgemeinen Tests ist folgendes aufgefallen:
1.
Die Leistungen beim Turnen waren bis auf Ausnahmen nicht ausreichend;
hier sind die betreuenden Trainer gefragt...
viele turnerische Übungen und Akrobatik
ins Training einbauen!!
2.
Beweglichkeit ebenfalls bei den meisten Athleten nicht ausreichend, im
Judowettkampf aber oft von hoher Bedeutung
(Uchi-Mata, Befreiung aus Haltegriff)
3.
Erreichten Leistungen bei den Klimmzügen (!) und Beugestützen (auch Training von Liegestütz möglich) nicht ausreichend;
allg. Kraftübungen ins Judotraining am Anfang
(ins Aufwärmprogramm) oder am Ende ( z. b. als kleinen Zirkel)
integrieren.
4.
An den Seilen wurden gute Punktzahlen erreicht; weiter so !
Bei
der Techniküberprüfung fiel noch folgendes auf:
1.
Fußwürfe wurden in guter Qualität gezeigt, die Übertragen auf den
Wettkampf ist hier die nächste Aufgabe, ebenfalls sollten die Würfe
De-Ashi-Barai, Hiza-Guruma und Sasae-Tsuri-Komi-Ashi und Okuri-Ashi-Barai aus
verschiedenen Bewegungsrichtungen ( z.B. rückwärts, Kreis) geübt werden.
2.
Die wettkampfnahe Demonstration der Eindrehtechniken ist ausbaufähig
3.
Beim Übergang Stand - Boden und der Bodenarbeit haben die Ukes nicht gut
mitgearbeitet und so den Toris oft die Chance genommen wurde
ihre Spezialtechniken wettkampfecht zu demonstrieren ( falls überhaupt
Spezialtechnik in diesen Bereichen vorhanden war?!).
Beim
Judowettkampf im Addiersystem und Sechser - Pools gab es spannende Kämpfe.
Systembedingt konnte viel geworfen werden und auch
der Übergang Stand - Boden wurde reichlich genutzt. Viele der Athleten wußten
nach den fünf zum Teil schweren Kämpfen, die nicht zu oft
vorzeitig beendet waren, das ihre konditionellen Voraussetzungen für mehrere
lange Kämpfe nicht ausreichen. Natürlich muß auch das warme
Wetter erwähnt werden, welches das
Kämpfen nicht erleichterte, doch hier hatten ja alle gleich Bedingungen.
Also,
... zu Hause konzentriert, motiviert und mit Spaß an die nächsten vielen
Randoris gehen, welche die Heimtrainer anbieten (!) und so die spezielle
Ausdauer verbessern.
Die
Gesamtwertung gewann in diesem Jahr Garlef Eder vom PS Karlsruhe mit 66,5
Punkten, Zweiter wurde Rene Schneider vom VfL Sindelfingen,
Drittplatzierter in der Gesamtwertung : Michael Leilich vom BC Schwetzingen.
Herzlichen Glückwunsch!
Die
kompletten Ergebnisse sowie die Beschreibung des Vielseitigkeitswettkampfes
gibt es auf der Homepage: www. judo-backnang.de
Mirko
Grosche