IT Turnier Frauen in Arlon

Michaela Baschin belegte beim Internationalen Turnier im belgischen Arlon in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm den zweiten Platz,
Severine Pesch wurde in der gleichen Kategorie Dritte. Nadine Leinweber (bis 57 Kilogramm) holte bei der U20 Bronze.
Die gute Bilanz für Baden Württemberg rundete Simone Schuster mit dem fünften Platz in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm bei den Frauen ab.

Mit Michaela Baschin und Severine Pesch hatte die ARGE gleich zwei aussichtsreiche Kämpferinnen in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm
am Start. Entsprechend stark traten die beiden Frauen bereits in der Vorrunde auf.

Michaela Baschin besiegte im ersten Kampf ihre französische Kontrahentin Amel Bensemain mit einer gelungenen Uchi-Mata O-Uchi-Gari
Kombination vorzeitig mit Ippon. Im zweiten Kampf musste sich Donna Robertson der starken Backnangerin geschlagen geben. Fast schon
souveräner, sollte dies überhaupt möglich sein, war der Auftritt in der Vorrunde von Severine Pesch: Sabine Goller wurde schon nach wenigen
Sekunden mit Uchi-Mata punktreif auf die Matte befördert, die Britin Emma Paflin unterlag schnell nach einer Konteraktion. Coralin Piccolis aus
der Schweiz musste nach einer Würgetechnik die Segel streichen. Damit belegten beide Kämpferinnen in ihren jeweiligen Pools den ersten Platz.

Im Viertelfinale traf Michaela Baschin auf die die Französin Virginie Collotte und siegte mit O-Uchi-Gari. Severine Pesch machte mit der Niederländerin
Janny van der Meer kurzen Prozess und verließ nach Ippon für Uchi-Mata die Matte. Bis dahin standen die beiden Baden Württembergerinnen in ihren
Begegnungen jeweils nur sehr kurze Zeit und stets siegreich auf der Matte. In den Semifinals sollte sich dies jedoch ändern.

Pesch traf auf die Französin Bensemain. Am Mattenrand setzte sie einen Uchi-Mata an, die Französin konnte sich mit äußerster Geschicklichkeit
gerade noch auf den Bauch legen, während Pesch über sie rollt. Dabei fing die Französin Peschs Arm und zwang sie in einen Juji-Gatame, aus welchem
es kein Entrinnen für die Studentin mehr gab. Michaela Baschin hatte es mit Goller zu tun. Die stellte sich gut auf Baschins Uchi-Mata ein und holte mit
einem Konter ein Yuko. Michaela Baschin geriet nun unter Zugzwang. Nach einer starken Aufholjagd entschied sie nach Ablauf der Kampfzeit den Kampf
gerade noch für sich.

Im Kampf um Platz drei sicherte sich Pesch gegen Bianca Höckh Bronze, während Michaela Baschin das Finale gegen Bensemain, anders als in den
Poolkämpfen, verlor. Dabei profitierte die Französin durchaus von den Kampfrichtern, die sich beinahe schon stur weigerten, die Französin wegen
wiederholtem auf die Knie springen, zu verwarnen.

Simone Schuster und Mandy Remili gingen in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm an den Start. Als jeweils Poolzweite standen beide in der Hauptrunde.
Mandy Remili besiegte in der ersten Runde die Kanadierin Leroux mit Tani-Otoshi, bevor anschließend das Aus gegen Pouvost aus Frankreich kam.
Schuster unterlag der Kanadierin Grisholm, die bei den Olympischen Spielen bereits Anna von Harnier das Fürchten lehrt. Da die Kanadierin jedoch
den Endkampf erreichte, hatte Simone Schuster noch die Chance auf Platz drei. Nach einem taktisch klug geführten Kampf besiegte sie in der Trostrunde
zunächst die Französin Blot mit Ko-Uchi-Gari im Golden Score. Im Kampf um Bronze unterlag Simone Schuster jedoch Anja Wagner mit Haltegriff.

Ohne Siege blieben, teilweise überraschend, Vera Dworaczyk (bis 57 Kilogramm), Esther Drotler (bis 52 Kilogramm) und Stephanie Panitz (bis 48 Kilogramm).

Einen Tag vorher hatte Nadine Leinweber bei den Frauen U20 ihren großen Auftritt. In ihrem Pool besiegte sie zunächst die Niederländerin van Rijn nach Ablauf
der Kampfzeit mit mehreren kleinen Wertungen. Auch die Britin Howell hatte deutlich das Nachsehen, als Leinweber sie mit einem fulminanten O-Soto-Gari
punktreif auf die Matte donnerte. In der Hauptrunde dominieret die 17-Jährige zunächst mit Uchi-Mata gegen die Niederländerin Jager.

Nun traf Leinweber auf Mel Kühn, die im vergangenen Jahr Deutsche Meisterin bei der U17 wurde. Nach einem spannenden Kampf siegte die Baden Württembergerin
mit Ippon für O-Soto-Gari. Es folgte als Gegnerin die nächste Deutsche Meisterin, Viola Wächter aus Abensberg. Hier fackelte Leinweber nicht lange und ging
bereits nach wenigen Sekunden mit Ippon für Harai-Goshi gegen die konsternierte Bayerin von der Matte. Im Halbfinale wartete mit Franziska Pufahl die Deutsche
Vizemeisterin von 2004. Doch mit den clever und schnell angesetzten Hüfttechniken der Potsdamerin kam Leinweber zu keinem Zeitpunkt der Begegnung zurecht
und unterlag mit O-Goshi. Im Kampf um Platz drei musste Leinweber gegen Claudia Ahrens ran, die Deutsche Meisterin von 2004. Und hier zeigte die 17-Jährige eine
äußerst konzentrierte Leistung und siegte quasi in letzter Sekunde mit Wazaari für Harai-Goshi.

Esther Drotler (bis 52 Kilogramm) und Stephanie Panitz (bis 48 Kilogramm) zahlten in diesem Jahr noch Lehrgeld, sie steigerten sich jedoch von Kampf zu Kampf.

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