Thüringenpokal Fu 20 in Erfurt am 19.03.

Mit fünf dritten Plätzen, einem fünften und einem siebten Platz kehrte die U20 Auswahl der ARGE Baden-Württemberg mit
einem recht zufrieden stellenden Ergebnis vom 14. Internationalen Thüringen Pokal aus Erfurt zurück. Zwar waren durchaus
mehr Medaillen möglich, doch angesichts der starken Konkurrenz durfte man die Erwartungen auch nicht zu hoch schrauben.

In der Gewichtsklasse bis 44 Kilogramm kam Helena Gretzinger vom VfL Ulm auf den dritten Platz. Stephanie Panitz (bis 48 kg)
stand nach zwei Siegen gegen die Israelische Junioreneuropameisterin Tatiana Siman Tov im Halbfinale. Dort ließ sich die junge
Esslingerin mit einem Te-Guruma überraschen und fand sich im kleinen Finale um Platz drei gegen Alexandra Hansen aus
Nordrhein-Westfalen wieder. Mit einem Seoi-Nage entschied sie diesen Kampf für sich.

Für die ARGE gingen in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm Esther Drotler und Thea Vogel an den Start. Während Thea Vogel
ihren Auftaktkampf verlor und damit ausschied, wurde Esther Drotler nach der Niederlage gegen ihre Erstrundengegnerin Frizzi
Pörs aus Berlin in die Trostrunde gezogen. Mit kämpferisch guten Leistungen gewann die Sindelfingerin zweimal und stand im
kleinen Finale. Doch gegen die Tschechin Chyrka musste sie sich nach einem Uchi-Mata Konter geschlagen geben. Damit landete
Esther Drotler auf dem guten fünften Platz.

Gleich fünf Athletinnen aus Baden-Württemberg starteten in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm. Während Julia Schäfer, Franziska
Bügel, Nadine Leinweber und Martina Ocker nach einer Auftaktniederlage nicht mehr ins Geschehen eingreifen durften, verlor auch
Kathrin Würtenberger, obschon sie sich für die Trostrunden nach einer Niederlage qualifizierte, gleich den ersten Kampf in der
Hoffnungsrunde. Besonders bitter war hier das Ausscheiden der Drittplatzierten bei den Deutschen Meisterschaften, Nadine Leinweber,
die sich im Auftaktkampf bei einem Uchi-Mata Ansatz selbst auf den Kopf stellte und disqualifiziert wurde. Damit war eine dicke
Medaillenmöglichkeit jäh verbaut worden.

Katharina Waldoch, Tanja Hehr und Tanja Panitz gingen in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm für Baden-Württemberg auf die Matte.
Während Tanja Hehr und Tanja Panitz nach einer Niederlage ausschieden, kam Katharina Waldoch auf den guten dritten Platz. In der
ersten Runde unterlag die Pforzheimerin der letztjährigen Deutschen Meisterin (damals eine Gewichtsklasse tiefer) Claudia Ahrens aus
Potsdam erst im Golden Score. Da Ahrens jedoch den Pool gewann, durfte Katharina Waldoch in der Trostrunde noch mal ran. Nach drei
konsequent herausgekämpften Siegen stand sie schließlich im Kampf um Platz drei. Mit einem O-Uchi-Gari sicherte sich Katharina
Waldoch in dieser Begegnung die Bronzemedaille.

Bronze holte in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm die Göppingerin Ninett Ivens. Zwar verlor auch sie ihren ersten Kampf, übrigens eine
Gegebenheit, die fast alle Athletinnen aus Baden-Württemberg traf, doch nach zwei Siegen in der Trostrunde hatte sie das Edelmetall sicher.
Tina Fredrich erwischte in der gleichen Kategorie keinen guten Tag und verkaufte sich mit ihrem siebten Platz weit unter Wert.

Hannah Betz aus Freiburg kam in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm auf den dritten Platz. Mit etwas mehr Konsequenz in der Technik-
ausführung wäre hier jedoch mehr drin gewesen.

Insgesamt gesehen zeigten die Athletinnen zwar kämpferisch gute Leistungen, es muss jedoch mehr an der individuellen Kampfkonzeption
gearbeitet werden. Denn gerade das schnelle Kombinationsjudo fehlt unseren Athletinnen noch. Angesichts der Tatsache, dass fast alle
Athletinnen ihren ersten Kampf, man darf zwar nicht von verschlafen reden, verloren, muss auch im psychologischen Bereich weiter gearbeitet
werden.

TILO GOLD