Junioren-Europameisterschaft der Frauen und Männer 15.-17.11.02 in Rotterdam

Am Wochenende fanden in den Niederlanden die Europameisterschaften der Männer und Frauen u 20 statt. Am Start waren knapp
300 Sportlerinnen und Sportler aus 38 Nationen.
Mit Michaela Baschin von der TSG Backnang bis 48kg und Isabella König vom BC Karlsruhe bis 52kg verstärkten gleich zwei
Baden-Württembergische Athletinnen die Deutsche Nationalmannschaft bei diesem Höhepunkt.
Beide Kämpferinnen schafften es,
sich durch ihre konstanten Trainings- und Wettkampfleistungen über das gesamte Jahr hinweg die Nominierung durch Bundestrainer
Michael Bazynski zu sichern.
Für Isabella, die die deutschen Farben schon im September bei den Weltmeisterschaften der Junioren
in Korea vertreten durfte, war die Teilnahme an den Europameisterschaften der zweite große Jahreshöhepunkt.

Gleich am Freitag, dem ersten Tag der Wettkämpfe mussten  beide Athletinnen auf der Tatami Farbe bekennen.

In der Gewichtsklasse bis 48kg waren 18 Teilnehmerinnen am Start. Darunter befanden sich auch die Weltmeisterin, C.Bogdan (ROM),
und die Vizeweltmeisterin, L.Dom (BEL). Michaela traf in ihrem ersten Kampf auf die Portugiesin Monteiro. Nach hartem Kampf, in dem
Michaela sich durchaus gute Chancen erarbeitet hatte stand es nach dem Ende der offiziellen Kampfzeit von 4min unentschieden. Somit
musste die Golden Score Regelung die Entscheidung bringen. Michaela begann sehr konzentriert und kämpferisch. Musste sich dann
aber leider aufgrund eines nicht ganz konsequenten Uchi-Mata Ansatzes der von der Portugiesin gekontert wurde geschlagen geben.
Die
Portugiesin schaffte den Einzug ins Halbfinale und Michaela bekam somit die Chance in der Hoffnungsrunde zu kämpfen.
Dort traf sie in ihrem
ersten Kampf auf die Ungarin Perge. Michaela trat sehr konsequent und selbstsicher auf und konnte diesen Kampf mit einem schönem
Uchi-mata vorzeitig für sich entscheiden.
In ihrem zweiten Kampf der Hoffnungsrunde traf sie auf die Britin Lynch, die zuvor gegen die
Vizeweltmeisterin gewonnen hatte. Leider konnte Michaela in diesem Kampf  nicht ihre Stärken ausspielen und unterlag. Somit blieb
für sie am Ende der 7.Platz. 

In der Gewichtsklasse bis 52kg  waren 20 Kämpferinnen am Start unter ihnen auch die 3. der Weltmeisterschaften Onody aus Ungarn.
Isabella traf in ihrem ersten Kampf auf die Estin Tshirkina gegen die sie bei der IDEM u20 im Oktober schon einmal gewonnen hat. Sehr
konzentriert und konsequent setzte sie ihre Gegnerin durch ihren Griff unter Druck und konnte diesen Kampf durch Bestrafung gewinnen.
Ihren zweiten Kampf gegen die Polin Bielak ging sie mit wesentlich mehr Selbstvertrauen an. Es gelang ihr früh durch einen schönen
Ko-uchi-maki-komi mit einem Yuko in Führung zu gehen. Leider verhinderte Isabella für einen Moment nicht konsequent genug den Griff
ihrer Gegnerin und die Polin bekam ihre Chance und konnte Isabella mit O-uchi-gari werfen.
In der Hoffnungsrunde traf sie jetzt auf die
Rumänin Galicza. Nach kurzem Kampf griff Isabella nicht konsequent genug das „Spielbein“ ihrer Gegnerin mit Tani-otoshi an und wurde
mit Ippon für Uchi-mata hart bestraft. Somit war für Isabella bei dieser Europameisterschaft mit dem 9.Platz der Wettkampf beendet.
Auch
wenn es diesmal leider noch nicht für eine Medaille gereicht hat, haben beiden Athletinnen für ihre gezeigten Leistungen in Wettkämpfen
aber vor allem auch im Training  in diesem Jahr unbedingt große Anerkennung verdient.